The Paradigm of Provenance Research Versus the Priority of Restitution: On the Current Shift in Fundamental Understandings of Restitution Claims
(Das Paradigma der Provenienzforschung versus der Vorrang der Restitution: Zum aktuellen Wandel im Grundverständnis von Restitutionsansprüchen)
- Wann
- Dienstag, 3. November, 16:20
- Wo
- Sprengel Museum Hannover, Auditorium
- Panel
- Panel 2: Current Shifts and Transformations in Provenance Research
Maschinell übersetzt – Korrekturlesen ausstehend.
Die Provenienzforschung zu Objekten aus kolonialen Kontexten ist zwar unerlässlich, gelingt es jedoch häufig nicht, Objektursprünge und Erwerbsbedingungen vollständig nachzuvollziehen. Ein partizipativer Ansatz unter Einbeziehung von Expert:innen aus den betroffenen Gesellschaften kann wesentlich zu einem umfassenderen Verständnis der Objekte beitragen, doch Dokumentationslücken bleiben bestehen. Während Provenienzforschung unerlässlich bleibt, kann sie Fragen der Legitimität von Eigentum nicht immer klären. In diesem Dilemma könnte ein neues Paradigma hilfreich sein: Restitution sollte auch die Forderungen und Prioritäten der Ursprungsländer im Licht ihrer eigenen Kulturpolitik berücksichtigen. Aktuelle Fälle in Ghana und Kamerun spiegeln dies wider. Die Priorisierung von Nachfrage und Relevanz für die empfangenden Gesellschaften gegenüber den Erwerbsbedingungen betont das Ideal einer geteilten zukünftigen Verantwortung und kooperativen Kulturpolitik und markiert einen bedeutenden Wandel in den Restitutionsdebatten.
