Jahrestagung 2026

Flüchtigenrücklässe zu hunderten in Museen – Kulturgutentzug in der DDR

Annette Müller-Spreitz

Wann
Mittwoch, 4. November, 09:50
Wo
Sprengel Museum Hannover, Auditorium
Panel
Panel 4: Problematische Bestände in musealen Sammlungen

Maschinell übersetzt – Korrekturlesen ausstehend.

Am Beispiel einer von Flüchtenden zurückgelassenen Sammlung im Museum Schloss Bernburg untersucht dieser Vortrag, wie Provenienzforschung historische Unrechtskontexte bei der Beschlagnahmung von Kulturgut in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR beleuchten kann. Ausgangspunkt ist das unfreiwillig zurückgelassene Eigentum des Ehepaars Fiévet, das 1952 infolge von Repressionen floh und dabei einen erheblichen Teil seiner materiellen Existenz und Identität verlor. Erstmals wird dieses zurückgelassene Eigentum systematisch gemeinsam mit Akten zu seiner Beschlagnahmung und Verwertung, biografischen Quellen und Zeitzeugenberichten untersucht, um die Perspektive der Betroffenen zu rekonstruieren und das komplexe Zusammenspiel zwischen Museen, Verwaltungsstellen und SED-Strukturen offenzulegen. Ziel ist es, die Rolle öffentlicher Sammlungen bei der Aufarbeitung der Kulturgutbeschlagnahmung in der DDR zu diskutieren und den heutigen Umgang mit solchen belasteten Objekten zu erörtern.

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