Max Klingers „Entwurf zum Beethoventhron“ aus der Sammlung Nachod. Die Suche nach einer gütlichen Einigung zwischen Handel, Erb:innen und dem Museum der bildenden Künste Leipzig
- Wann
- Mittwoch, 4. November, 16:25
- Wo
- Sprengel Museum Hannover, Auditorium
- Panel
- Panel 15: Provenienzforschung im heutigen Kunsthandel und Auktionswesen
Maschinell übersetzt – Korrekturlesen ausstehend.
Am Beispiel einer Zeichnung von Max Klinger veranschaulicht die Fallstudie die Zusammenarbeit zwischen Kunsthandel, Erbenermittlung und Museum. Im Mittelpunkt stehen die Themen Erinnerung, Austausch auf Forschungsebene und die nachhaltige Vermittlung von Forschungsergebnissen. 1905 widmete Klinger einen Entwurf für den Beethoven-Thron „Herrn Consul Nachod“. Gemeint ist Friedrich Nachod (gest. 1911) aus Leipzig, der in der jüdischen Gemeinde aktiv und Mitinhaber einer Bank war. 1939 wurde die Zeichnung von seiner Familie dem Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) angeboten, gelangte jedoch stattdessen in Privatbesitz. Nach umfangreicher Recherche vermittelte Grisebach 2025 eine gütliche Einigung mit den rechtmäßigen Erben. Dies wurde erst durch die enge Zusammenarbeit mit dem MdbK („Recherche-Splitting“) und die Unterstützung der HCPO möglich. Im Vorfeld der Herbstauktion 2025 wurde die Geschichte des Werks nicht nur im Katalog beschrieben, sondern auch während der Vorbesichtigung durch ein Objektlabel hervorgehoben.
